Tag des Friedhofs 2021

„Natürlich erinnern“

Text und Bilder von Harald Bertermann

Der diesjährige Tag des Friedhofs, der am 18. September auf dem Ev. Friedhof Oehde in Schwelm begangen wurde, stand unter dem Thema „Natürlich erinnern“.

Schwelm. „Auf dem Friedhof wird uns bewusst, dass unsere Zeit begrenzt ist“, erklärte Pfarrer Rainer Schumacher zu Beginn der Andacht, die am Anfang des Tages in der Friedhofskapelle stattfand. Er erinnerte an Kinder, an Alte, an Menschen, die plötzlich verstorben sind und an die, die nach langem Leiden von uns gegangen sind. Beim Gang über den Friedhof lese man Namen auf Grabsteinen, hinter denen sich sehr unterschiedliche Geschichten verbergen. Pfarrer Schumacher sagte, dass auch die Geschichten der Menschen, auf deren Gräbern keine Grabsteine stehen, gewürdigt werden müssen, „weil Gott sich allen Menschen zuwendet.“

Der Friedhof sei also kein Ort des Vergessens, sondern der Erinnerung. „Bei Gott geht niemand verloren. Deshalb ist unser Friedhof ein Ort der Hoffnung.“

Zudem sei der Friedhof Oehde ein Ort, der vor Lebendigkeit sprüht. Da wären Menschen, die Gräber pflegen und solche, die einfach die Ruhe genießen, oder mit anderen ins Gespräch kommen. „Ich höre oft, dass mir Leute sagen, wie schön unser Friedhof ist“, sagte Schumacher. Deshalb wolle er hier einmal ausdrücklich das Friedhofsteam loben.

 

Der grüne Hahn

Seit dem 03.09.2021 ist der Ev. Friedhof Oehde nach der höchsten Europäischen Umweltnorm (EMAS III) zertifiziert und mit dem „grünen Hahn“ ausgezeichnet. Was das für den Friedhof und die Arbeit des Friedhofsteams bedeutet, ist auf einem Flyer zusammengefasst:

  • „Wir entwickeln unser eigenes Umweltmanagement für unseren ev. Friedhof
  • Wir verzichten auf giftige Pestizide
  • Wir reduzieren wo möglich CO² Ausstoße
  • Wir sparen Kosten ein
  • Wir gestalten unseren ev. Friedhof naturnah
  • Wir nutzen Flächen sinnvoll
  • Wir machen unseren Friedhof attraktiver für Insekten, Vögel – und für SIE
  • Wir übernehmen Verantwortung für den Erhalt Gottes Schöpfung“

 

Spielplatz auf dem Friedhof

Im Anschluss an die Andacht lud Pfarrer Schumacher die Besucherinnen und Besucher zu einer Führung über den Ev. Friedhof ein.

Die erste Station war das Kindergräberfeld, das für die „Sternenkinder“ angelegt wurde. „Dank einer Spende der Familie Maas konnten wir das Feld erweitern“, erzählte Pfarrer Schumacher. Weil der Friedhof auch ein Ort des Lebens sei, und weil oft Familien mit den Geschwistern der Sternenkinder das Gräberfeld besuchen, habe man einen kleinen Spielplatz für die Geschwisterkinder angelegt. Zusammen mit Solveig von Reth übergab Pfarrer Schumacher den Spielplatz seiner Bestimmung. Die Tochter von Stefanie Krah von Reth, die als Presbyterin das Friedhofsteam unterstützt, durfte dann auch als erste das Spielgerät einweihen.


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